Wir freuen uns über die Unterstützung durch unsere erste Botschafterin!
Käthe George, geb. 10.April 1934, ist gehörlose Bremerin und engagierte Aktivistin für die Belange der Gehörlosen in Bremen und Bundesweit. Käthe George wurde 2001 für ihre Verdienste und Arbeit für und mit Gehörlosen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sie ist derzeit:
Hand zu Hand e.V.:
"Käthi, du unterstützt Hand zu Hand e.V. schon sehr lange auf unterschiedliche Weise. Bereits
vor der Eröffnung der psychosozialen Beratungsstelle für Gehörlose und Hörgeschädigte, hast du dich für den Verein eingesetzt. Nun stellst du dich als erste Botschafterin neben den Verein -
gibt es dafür einen besonderen Grund?"

Käthe George:
"Die Einrichtung von Hand zu Hand erfüllte uns endlich den großen Wunsch nach
geeigneter Beratung für Hörgeschädigte in Bremen und Umzu.
Die direkte
Kommunikation in Gebärdensprache ohne Dolmetscher als Mittler ist dabei sehr
vorteilhaft.
Als selbst Betroffene und Nutzerin der Beratungsstelle konnte ich mich von der
Erfordernis des Angebotes einmal mehr überzeugen."
Hand zu Hand e.V.:
"Wie möchtest du dich als Botschafterin für den Verein engagieren?"
Käthe George:
"Ich möchte die Öffentlichkeit auf die besondere Notwendigkeit von Hand zu Hand
hinweisen. Leider fehlt uns Gehörlosen eine Lobby, die uns zur Seite steht und der unsere
Probleme geläufig sind. Hand zu Hand muss einen dauerhaften Platz in unserem Leben
erhalten."
Hand zu Hand e.V.:
"Stell dir vor, du hättest für die Beratungsstelle
3 Wünsche frei, was wären diese Wünsche?"
Käthe George: "Erstens: Genügend Spendengelder, um die Einrichtung über lange Zeit zu sichern.
Zweitens: Volle Akzeptanz durch Personen und Beratungsstellen, die auf psychosozialem
Gebiet tätig sind.
Drittens: Dauerhafte Etablierung und Anerkennung von Hand zu Hand, auch durch
unterschiedliche Dienststellen und Kostenträger."
Hand zu Hand e.V.:
"Käthi, warum sollte das Thema "Gehörlosigkeit" deiner Meinung nach mehr
Öffentlichkeit erfahren?"
Käthe George:
"Aufgrund unserer Kommunikationsbehinderung fällt es uns schwer, uns in der Öffentlichkeit "Gehör" zu verschaffen. Gehörlosigkeit ist eine unsichtbare Behinderung, die im Gegensatz zu Blinden nicht von den Dingen, sondern von Menschen trennt.
Daher ist es unabdingbar, oft noch bestehende Diskriminierung auszuräumen und Barrieren abzubauen. Hierzu ist, neben dem Landesverband der Gehörlosen Bremen und dem Gehörlosenfreizeitheim Bremen, die psychosoziale Beratungsstelle von Hand zu Hand e. V. eine wichtige Unterstützung."
"Liebe Käthi, danke für das Interview,
wir freuen uns auf eine fruchtbare Kooperation!"